Bucheckern – ein knackiger Snack aus dem Wald

Oktober ist Sammel- und Erntezeit. Nicht nur Wal- und Haselnussbäume warten mit einem üppigen Festmahl auf – im Wald finden wir in diesem Jahr auch wieder reichlich Bucheckern.
Was Wildschweinen und Mäusen besonders gut schmeckt, ist auch für uns eine nahrhafte Ergänzung auf dem Speiseplan. 
Wenn die Bucheckern reif sind, fallen sie in großen Mengen von den Bäumen und müssen von uns nur aufgesammelt werden – oft haben sie sich beim Aufprall auf den Boden schon aus ihrer Hülle gelöst.

Bucheckern sind reich an ungesättigten Fettsäuren und haben insgesamt einen Fettgehalt von 40 Prozent, weshalb sie in früheren Zeiten und auch nach dem Krieg als Nahrungsmittel geschätzt wurden. Darüber hinaus enthalten sie wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Zink und Eiweiß.

Doch Vorsicht – wer schon im Wald von den kleinen Nüssen snacken möchte, sollte die Menge als Erwachsener auf eine kleine Handvoll begrenzen. Kinder sollten beim rohen Verzehr noch vorsichtiger sein. Im rohen Zustand sind Bucheckern nämlich aufgrund ihres Alkaloid-, Blausäure-, und Oxalsäuregehalts leicht giftig und können in größeren Mengen verzehrt zu Vergiftungserscheinungen wie Kopf- oder Bauchschmerzen führen.
Daher sollte man die Bucheckern vor dem Verzehr erhitzen, damit sie bekömmlich werden.

Wer die kleinen dreikantigen Nüsse in der Küche verwenden möchte, hat mehrere Möglichkeiten: geröstet und gesalzen ergeben sie ein knackiges Topping für Salate oder einen schmackhaften Snack für Zwischendurch. 
Auch als Zutat zum Brotaufstrich sind sie gut geeignet – hierfür kann man einfach ein gängiges Rezept mit Sonnenblumenkernen abwandeln und die Kerne durch Bucheckern ersetzen. 
Wer viel Zeit und Geduld hat, um größere Mengen Bucheckern zu sammeln und zu knacken, kann sie im Mixer zu Mehl verarbeiten und als Zutat für Brote, Kuchen oder Pfannkuchen hinzuziehen. 

Wer eine Ölpresse besitzt, kann auch Bucheckernöl gewinnen – hier sind jedoch definitiv größere Mengen erforderlich, um zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. 
Früher hat man das Öl auch als Lampenöl verwendet oder aus den gerösteten Bucheckern Kaffeeersatz hergestellt. 
Bucheckern sind reich an ungesättigten Fettsäuren und haben insgesamt einen Fettgehalt von 40 Prozent, weshalb sie in früheren Zeiten und auch nach dem Krieg als Nahrungsmittel geschätzt wurden. Darüber hinaus enthalten sie wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Zink und Eiweiß.

Wer einfach einmal probieren möchte, wie Bucheckern schmecken, verwendet sie am besten als Zugabe in Salaten oder Knabbersnack für zwischendurch. Hierfür gibt man die gesammelten Bucheckern am besten in eine Schüssel mit Wasser. Bucheckern, die oben schwimmen, kann man entsorgen – sie sind hohl und nicht verwendbar. Die Früchte, die am Grund der Schüssel liegen, sind reif und für die Weiterverarbeitung geeignet. Das Wasserbad in der Schüssel bietet sich auch noch aus einem anderen Grund an: Die Bucheckern lassen sich leichter schälen. 
Wenn alle Nüsse geschält sind, kann man sie mit heißem Wasser abbrühen, um sie genießbar zu machen, oder aber in der Pfanne (ohne Fett) einige Minuten lang erhitzen. Damit die unbekömmlichen Stoffe abgebaut werden, sollte man die Bucheckern gründlich erhitzen, aber natürlich darauf achten, dass nichts anbrennt.
Im Anschluss ein wenig salzen – und fertig ist der intensiv-nussige Knabberspaß. 

Viel Spaß und guten Appetit!

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Antworten

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  1. Hi Maura! Danke für den tollen Artikel! Ich spiele mit dem Gedanken Bucheckern in einem Pesto zu verwenden. Als Ersatz für die häufig verwendeten Pinienkerne (oder Walnüsse). Spricht aus Deiner Sicht etwas dagegen?

    1. Lieber Alexander,

      danke für deine liebe Rückmeldung! Es spricht nichts dagegen, dies einmal auszuprobieren, wenn du die Bucheckern gut durchröstest vorher. Berichte gerne einmal, wie es schmeckt!

      Herzliche Grüße
      Maura